Der Klicker - Mythos oder Teufelswerkzeug?

Das Objekt „Klicker“ ist in den letzten Jahren, beinahe schon Jahrzehnten, in der Hundewelt zum umstrittenen Diskussionsobjekt geworden. Für die Einen ist er DAS Allheilmittel, für die Anderen ein Teufelswerkzeug mit gefährlichen Nachwirkungen. Manche denken, dass ein Arbeiten ohne Klicker unmöglich sei und andere sehen in der Arbeit mit dem Klicker ein „Instrumentalisieren der Hunde“. Verhärtete Fronten und festgefahrene Ansichten begleiten den Klicker auf seinem Weg in der Hundewelt. Dieser Artikel soll Licht in dieses Thema bringen. der Klicker ist in seiner Urform ein Knackfrosch – weiter nichts. Ein Spielzeug von Kindern, für Tiere ohne spezielle Bedeutung. Aber der Klicker wurde schon vor Jahrzenten von Tiertrainern auf der ganzen Welt, ob Bob Bailey, Karen Pryor  oder Ken Ramirez und vielen anderen Spitzentrainern im Training mit Tieren eingesetzt. Die Frage dahinter ist: Welchen Sinn kann es haben, mit einem „Knackfrosch“ im Tiertraining zu arbeiten?

Um das zu klären, einige lerntheoretische Hintergründe dazu. Der Klicker wird als sogenannter sekundärer Verstärker eingesetzt. Was so viel heißt wie: er kündigt einen primären Verstärker wie z.B. Futter an. Mit der Hilfe eines sekundären Verstärkers haben wir die Möglichkeit das Verhalten des Hundes genau zu „markieren“, in dem Moment in dem das gewünschte Verhalten auftritt mitzuteilen, dass er das Richtige gemacht hat. Damit der Hund den sekundären Verstärker auch tatsächlich als solchen wahrnimmt – und nicht einfach nur als störendes Geräusch – muss vorher eine Assoziation zwischen einem bis dahin unbekannten Reiz und einem schon bekannten Reiz, wie z.B. Futter, Aufmerksamkeit, Anerkennung oder Lob hergestellt werden. In diesem Artikel werde ich zur Vereinfachung als sekundären Verstärker immer von einem Klicker ausgehen und beim primären Verstärker von Futter.
Mario Krainz 04/2017

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